Innovation Camp - Service Design ins Unternehmen bringen

Sie möchten Service Design als Innovationsmethode in Ihr Unternehmen bringen und suchen nach einem Weg, dies ohne größere Hindernisse ausprobieren zu können? Bisher haben Sie die Erfahrung gemacht, dass der Transfer oft nicht gelingt, wenn Sie Ihre Mitarbeiter nur zu einer Trainings-Maßnahme schicken?
Das wird Ihnen mit dem „Innovation Camp“ als Experimentierfeld nicht passieren. Denn dort können Ihre Mitarbeiter nach der Ausbildung in der „Academy“ die neu erworbenen Kompetenzen gleich an einer realen Aufgabe Ihres Unternehmens erproben.
Zwei Tage lang arbeitet Ihr Team gemeinsam mit einem Coach und wird dabei unterstützt von ausgewählten externen Experten. In einem weiteren Service Design Zyklus gewinnen Sie auf diese Weise für Ihr Unternehmen wichtige Erkenntnisse über Ihre Kunden oder Ihre Zielgruppe und es entstehen erste Prototypen möglicher Lösungen.
So haben Ihre Mitarbeiter am Ende des Summits die methodische Kompetenz und Sie die Arbeitsergebnisse eines ersten Innovations-Sprints. Mit dieser Basis können Sie den Sprung in das „widrige“ Unternehmensumfeld wagen und dort die nächsten Innovationsschritte mit Ihrem Team angehen.
Eine kurze Zusammenfassung des „Innovation Camps“ beim Service Design Summit 2016 vermittelt Ihnen einen ersten Eindruck:
Das sagen Teilnehmer:

Toller erster Tag der Challenge … schon viel Input für unser Projekt!

 

Das Team: Kompetenz von der „Academy“ und frische Impulse von außen
Multidisziplinarität ist einer der wesentlichen Erfolgsfaktoren in Innovationsprozessen wie Service Design oder Design Thinking. Deshalb stoßen beim „Innovation Camp“ zu den Teams aus den Unternehmen noch zwei bis drei weitere Teilnehmer dazu, die nicht aus dem Unternehmen kommen – idealerweise sogar aus einer völlig anderen Branche. Dadurch sollen andere Perspektiven und andere Denkweisen in den Prozess einfließen.
Für Unternehmen entsteht also ein geschützter und organisierter Rahmen, in dem Ansätze von „Open Innovation“ erlebbar werden. Das Feedback zeigte, dass alle Teams das als bereichernd und inspirierend empfunden haben. Auch außerhalb eines Service Design Summits stellt dies im Grunde keine unüberwindbare Schwierigkeit dar. Wenn man denn vom Wert und Nutzen eines solchen Vorgehens überzeugt ist. Und diese Überzeugung gelingt am besten durch eine persönliche Erfahrung, wie sie das „Innovation Camp“ bietet.
 
Die Challenge: reale aktuelle Aufgabenstellungen aus den Unternehmen
Die Aufgabenstellungen wurden im Vorfeld des Summits mit den beteiligten Unternehmen abgestimmt und vorbereitet. Schließlich sollte schon in den zwei Tagen ein echter Nutzen entstehen und darüber hinaus so viel Aufmerksamkeit und Energie in dem Thema liegen, dass nach dem Summit der Schwung ins Unternehmen hinein trägt. Bei der Auswahl ist wichtig, dass die Befragung und Beobachtung von Kunden oder Nutzern innerhalb der beiden Tage realisierbar ist. Denn: Service Design ohne Kunden ist wie Schwimmen ohne Wasser. 
Interessant dabei ist, je klarer und zielgerichteter eine Aufgabenstellung zu Beginn erscheint desto häufiger ist es der Fall, dass die scheinbar so klaren Annahmen in Frage gestellt und zu Fall gebracht werden. Und zwar durch die Erkenntnisse, die sich aus der Erforschung der Kundenbedürfnisse und -erwartungen ergeben haben. Ein Vorgehen, das sich im Übrigen auf die Mehrzahl der Projekte übertragen lässt, die in Unternehmen gestartet werden. Und dafür müssen diese Projekte keine „Service Design Projekte“ werden.
 
Research mit eigenen Kunden und realer Zielgruppe
Natürlich bringt die zeitliche Beschränkung auf zwei Tage einige organisatorische Herausforderungen mit sich. Interviewpartner müssen zuvor organisiert, Beobachtungsmöglichkeiten vereinbart bzw. recherchiert worden sein etc. Im Service Design führen wir jedoch gerade zur ersten Ideengenerierung fast ausschließlich qualitative Researchs durch. Und diese führen schon mit wenigen Beteiligten immer wieder zu überraschend vielen Erkenntnissen. Dabei hilft außerdem zur Orientierung: „Look for the extremes, design for the average“.
Bei diesem Innovation Camp wurden als Research-Methoden ausführliche Interviews, spontane Befragungen, Beobachtungen, immersive Verfahren („Selbstversuch“) und Desktop Research genutzt.
 
Prototypen und neue Fragestellungen als Ergebnisse
Die Ergebnisse der zwei Tage „Innovation Sprint“ sind im Detail nicht vorhersehbar. Sicher ist nur, dass durch den Service Design Prozess immer genügend Ergebnisse und vor allem Erkenntnisse entstehen, die ein Team bei der Aufgabenstellung weiter voranbringen und eine gute Voraussetzung schaffen, um im Unternehmen damit effektiv arbeiten zu können.
So kann das Ergebnis schon ein konkreter Prototyp sein, der dann nach dem Summit im nächsten Kunden- und Nutzertest überprüft und weiter verbessert werden kann. Z.B. eine schon in Grundzügen ausgestaltete Idee für ein Serviceangebot an eine spezifische Zielgruppe.
Oder die ursprüngliche Aufgabenstellung hat sich nach den zwei Tagen vollkommen verändert, weil die Annahmen, mit denen ein Unternehmen gestartet ist, aufgrund des Researchs ganz anders formuliert werden mussten. So verhindert die Arbeit des Teams innerhalb von zwei Tagen möglicherweise kostspielige Entwicklungen in die falsche Richtung. Hier steht dann die nächste Iteration des Service Design Zyklus an, die das Team nach dem Summit selbstständig weiterführen kann.
 
Der Sprung ins Unternehmen
Wichtigstes Ziel des „Innovation Sprints“: alle Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass der Sprung ins Unternehmen gelingen kann. D.h. nicht die konkreten Lösungen sind das eigentliche Ziel, sondern das Erarbeiten von möglichst vielen Ansatzpunkten, die das Team nach dem Summit ins Unternehmen tragen kann. Mit dieser Basis soll es in der Lage sein, im eigenen Unternehmen an der Aufgabenstellung weiterzuarbeiten und dabei am besten gleich noch Kolleginnen und Kollegen mit in die Methodik „hineinzuziehen“.
An jeder Stelle im Prozess kann durch das iterative Vorgehen erneut angesetzt werden:
Weiterentwickeln der Prototypen oder Ableiten neuer Lösungen aus den erarbeiteten Ideen, Generieren weiterer Ideen auf Basis des vorhandenen Research-Materials oder – ganz weit zurück im Prozess – eine weitere Research-Phase mit angepassten Fragestellungen, anderen Personen etc.
Für Ihr Unternehmen klingt das auch interessant? Dann lassen Sie uns darüber sprechen, welche Chancen Ihnen Service Design für Ihre ganz konkreten Aufgabenstellungen bieten kann.
 

Das Innovation Camp beim Service Design Summit 2016